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Macht das iPhone die Digicam überflüssig?

//   18 Juli 2012  /  Fotografie  /  0 Kommentare  /  4155 Aufrufe  //

Macht das iPhone die Digicam überflüssig?

Die Handyhersteller werben mit immer neuen technischen Möglichkeiten und toller Bildqualität. Dennoch muss man beim Fotografieren mit Multimedia-Mobiles einige Punkte beachten.

Mit jedem modernen Smartphone kann man heute seine E-Mails abrufen, Internetseiten besuchen und natürlich auch fotografieren. Die Hersteller werben mit immer neuen technischen Möglichkeiten und toller Bildqualität. Das ist praktisch und man muss keine zusätzliche Kamera mehr einpacken.

«Grundsätzlich ist die Qualität der Aufnahmen mit einer guten Kamera durchaus zu vergleichen», sagt der Berufsfotograf Andreas Weiss. «Die Bedienung ist allerdings ein wenig fummeliger, als es mit einer richtigen Kamera ist.» Gute Fotos machen die mobilen Begleiter immer dann, wenn die äusseren Bedingungen stimmen: Man hat ausreichend Licht zur Verfügung und man kommt nahe genug an das Motiv heran.

Ein wichtiges Kriterium ist die Qualität und Grösse des verwendeten Bildsensors. Der wirkt sich auf das sogenannte Bildrauschen aus. Wenn man ein Digital-Foto stark vergrössert, erkennt man ein krisseliges Muster. Hier sind die Smartphone-Kameras selbst einfachen Kompaktkameras häufig unterlegen. Julian Weber ist Redaktor bei der Zeitschrift «Foto Praxis»: «Bei einem Handy sind die Sensoren kleiner als der Fingernagel des kleinen Fingers. Das sind Grössen unter einem Quadratzentimeter. Bei kleineren Kameras sind wir bei einem Quadratzentimeter und grösser. Im DSL-Bereich ist man fast bei zwei Zentimeter.»

Besser auf Zoom verzichten

Auch die Fotos von einem Smartphone lassen sich auf Papier bringen. In der Regel werden die Geräte mit einem Kabel an den Computer angeschlossen und die Bilder übertragen. Viele Geräte speichern die Daten auf einer Speicherkarte. Smartphone-Kameras verfügen in aller Regel über eine Optik mit sogenannter Festbrennweite. Es gibt also kein Objektiv, das mechanisch ausgefahren wird. Das bringt eine Einschränkung bei der Zoom-Funktion mit sich. Bei einem Handy wird der Bildausschnitt gewählt und dann hochgerechnet. Das bringt immer einen Qualitätsverlust mit sich und das kann eine normale Kamera einfach besser.

Das fällt auf den ersten Blick nicht weiter auf, wenn die Fotos nur auf dem Handy angezeigt werden oder im Internet landen. Wird die Aufnahme allerdings stark vergrössert oder ausgedruckt, sind grosse Unschärfen zu erkennen und auch das Bildrauschen ist deutlich sichtbar. Ein Tipp ist hier der Verzicht auf die digitale Zoom-Funktion. Man kann zum Beispiel näher an das Motiv herangehen oder die Fotos anschliessend manuell zuschneiden. «Für ein 10-mal-15-Bild geht das bei guten Bedingungen immer - also für den Schnappschuss», erklärt Julian Weber. «Sobald die Bedingungen etwas schwieriger werden, also man irgendwo drinnen ist und nicht mehr draussen. Selbst wenn es uns noch sehr hell erscheint, ist es für das Gerät schon ziemlich dunkel.»

Schnelligkeit als grösstes Plus

Das Smartphone ist also immer dann die ideale Kamera, wenn es auf den Augenblick ankommt. Es soll schnell ein Foto gemacht werden und das Handy ist eben immer dabei. Solche Schnappschüsse haben eine gute Qualität und lassen sich sogar ausdrucken. Allerdings machen selbst einfache Kompaktkameras in der Regel bessere Aufnahmen und bieten mehr Möglichkeiten. Wer Wert auf mehr Bild-Qualität und mehr Gestaltungsmöglichkeiten legt, der kommt um eine grössere Kamera nicht herum.

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