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Das iPhone 5 unter der Lupe

//   25 September 2012  /  Apple  /  0 Kommentare  /  4386 Aufrufe  //

Das iPhone 5 unter der Lupe

Noch vor der Lancierung in der Schweiz am 28. September hat baz.ch/Newsnet das neue Apple-Smartphone ausführlich getestet. Kann der einstige Branchenprimus die Poleposition zurückerobern?

Schick ist es, das neue iPhone 5. Kaum hat man es in der Hand, erscheint das Vorgängermodell beinahe hoffnungslos veraltet. Das neue Flagschiff ist markant dünner, höher und leichter. Viele Gerüchte aus dem Vorfeld haben sich bewahrheitet: das grössere Display, Unterstützung für den kommenden Mobilfunk-Standard LTE, das kleinere Format des Steckers. Der NFC-Chip, der in Geräten der Konkurrenz bereits verbaut ist und bargeldloses Zahlen ermöglicht, ist im iPhone 5 allerdings nicht enthalten

Doch bleiben wir vorerst bei den augenfälligsten Neuerungen des Apfeltelefons der sechsten Generation, die vor allem das Äussere betreffen: Zunächst fällt das grössere Display auf, das dem Smartphone ein 16:9-Kino-Format verschafft. Dafür wurde der Bildschirm in der Höhe um 14 Millimeter aufgestockt, was eine zusätzliche fünfte Reihe an Apps bringt. Die Breite blieb unverändert, wodurch sich die neue 4-Zoll-Auflösung von 1136 mal 640 Pixeln ergibt.

Sehr angenehm ist, dass trotz vergrösserter Mattscheibe der ganze Touchscreen mit dem Daumen zu erreichen ist, ohne den Griff zu wechseln. Bei den noch grösseren Modellen der Konkurrenz mit 4,8 Zoll oder mehr ist dies kaum mehr möglich, ausser man ist mit einer «Riesenpranke» ausgestattet.

Edle Verarbeitung

Auch das neue iPhone ist standesgemäss aus hochwertigen Materialien gefertigt, was dem Gerät einen edlen Look verpasst. Schwarz oder weiss, mit schwarz eloxiertem oder «nacktem» silbernen Aluminium, dies ist erneut die Qual der Wahl beim Kauf.

Vor allem das schwarze Modell wirkt viel kompakter und wertiger als sein Vorgänger. Hinzu kommt, dass beim Aufbau des Displays eine Lage Glas eingespart werden konnte: Die berührungsempfindliche Schicht, die den Touchscreen ausmacht, wurde direkt mit dem Glas verbunden. Glasoberfläche und Anzeige rücken so näher zusammen, was die Bildqualität verbessert. Der Übergang zwischen Oberfläche und Rahmen ist dezenter – das iPhone 4S erscheint dagegen fast grobschlächtig zusammengeschustert.

Das matte Aluminium auf der Rückseite wertet sowohl das Aussehen als auch die Haptik des Geräts auf – es liegt angenehmer in der Hand als das Glas des Vorgängers. Zudem ist die neue Rückseite etwas weniger rutschig. Als weiteres Detail fallen die Bohrungen für die Lautsprecher-Öffnungen an der Unterseite auf, die besser aussehen als das herkömmliche Gitternetz, das hinter den Öffnungen verbaut war. Was aber die Überlegung dahinter gewesen sein mochte, die Buchse für den Kopfhörer-Stecker neu an die Unterseite zu verlegen, darüber lässt sich nur rätseln. Die weiteren Bedienelemente für die Lautstärke, der Vibra-Schalter, Home-Taste wie Standby-Knopf sind gleich angeordnet.

Neuer Stecker freut Zubehör-Industrie

Seit der iPod der ersten Generation 2004 auf den Markt kam, hat der breite 30-Pin-Stecker Bestand. Mit der Lancierung des iPhone 5 aber macht Apple Schluss damit, was die zahllosen Zubehör-Hersteller wohl mehr freuen dürfte als Konsumenten.

Das neue iPhone wird fortan an der Unterseite mit einem fast viermal kleineren Stecker angeschlossen – Apple hat diesen auf den Namen Lightning getauft. Bestehende Gadgets lassen sich dennoch mit einem zusätzlich erhältlichen Adapter benutzen. Was löblich ist bei dieser Evolution: der Stecker lässt sich auf beide Seiten einstöpseln und man muss nicht jedes Mal fürchten, die Anschlussplatine zu ruinieren wie bei allen Vorgängermodellen. Durch die Verkleinerung hätte es doch mehr Platz für die Lautsprecher gehabt, liesse sich vermuten. Doch das Volumen ist in etwa gleich geblieben, wenn der Sound auch etwas klarer erscheint.

LTE nur vereinzelt verfügbar

Eine weitere gewichtige Entwicklung ist die Unterstützung des kommenden LTE-Netzstandards. In der Schweiz steht dieser bei der Swisscom zwar erst im Rahmen einer Pilotphase in einer Handvoll Tourismusorten sowie in Bern und Zürich zur Verfügung. Bei den anderen beiden grossen Providern der Schweiz werden erst nächstes Jahr solche Testphasen gestartet. Hier ist man mit dem iPhone 5 der technischen Infrastruktur also noch einen Schritt voraus.

Und das Innenleben? Der Arbeitsspeicher hat sich von 512 MB auf 1,015 GB praktisch verdoppelt, glaubt man den Angaben zahlreicher Internetseiten. Apple schweigt sich dazu aus, ebenso wie zur Kapazität des neuen Prozessors. Hier kursiert die Angabe, es handle sich um einen Dual-Core-Chip von 2 mal 1,02 GHz. Im Test jedenfalls macht sich die Leistung deutlich bemerkbar – das Aufstarten von Apps und das Laden von Daten aus dem Netz geschieht rasend schnell.

Berichte über Kratzer

Seit der Lancierung am vergangenen Freitag in anderen Ländern quellen Onlineforen über vor Entrüstung zum Thema «Scuff Gate», angeblichen Problemen mit abblätternder Farbe. Das uns vorliegende Modell wurde allerdings einwandfrei ausgeliefert.

Fazit

Das iPhone 5 ist auf jeden Fall eine Evolution, wenn auch keine Revolution. Doch Apple ist die Produktpflege gut gelungen. Ob es sich allerdings lohnt, sich für das neue Apfeltelefon aus einem laufenden Abo-Vertrag herauszukaufen? Das ist wohl eher etwas für Nerds. Zumal das neue Betriebssystem iOS 6 auch für die Vorgängermodelle verfügbar ist.

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Kommentare

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