EgoBlog
Login Register
Login Register anmelden
Archiv
suchen
Popular Posts

Ein Flop zu viel?

//   01 Oktober 2012  /  Apple  /  0 Kommentare  /  6385 Aufrufe  //

Ein Flop zu viel?

Tim Cook hat sich für das Debakel bei Apple Maps entschuldigt. Nun steht die Nummer zwei des Apfelkonzerns im Fokus der Kritiker: Für den intern ohnehin umstrittenen iOS-Chef Scott Forstall könnte es eng werden.

Im August war die Welt für Scott Forstall noch in Ordnung. Die ganze Apple-Gemeinschaft hing an seinen Lippen, als der Firmenmanager am Patentprozess in San José bislang unbekannte Details aus der Geheimhaltungsstrategie Cupertinos zu Protokoll gab.

Weiter sprach der Senior Vice President des iPhone-Herstellers über das Ausleseverfahren von Jobbewerbern: Wer bei Apple mitmachen wolle, der müsse «härter arbeiten als bisher im gesamten Leben», so das Credo Forstalls.

Ein Reinfall – und nicht der erste

Inzwischen fragen sich Branchenkenner, ob der Master der Informatik den hohen Ansprüchen des Konzerns noch genügt. Denn die unter seiner Regie entwickelte Software Apple Maps, die das bei den Nutzern äusserst beliebte Google Maps ersetzt hat, ist bislang ein Reinfall. Apples oberster Firmenlenker Tim Cook hat sich nun am Freitag entschuldigt – angesichts der bisherigen Tradition, niemals Fehler einzugestehen, ein geradezu historischer Schritt.

Cook sprach offen von «Frustration» und einem Nichterfüllen des Anspruchs, den Kunden immer die ausgereifteste Lösung anzubieten. Weil sein Unternehmen dieses Ziel verfehlt habe, solle der Kunde jetzt auf Produkte von Google, Bing oder Nokia ausweichen.

Das Ende der CEO-Ambitionen

Wie sind diese Worte noch zu interpretieren? Im Heimatland von Apple ist Forstalls Stern in den Augen vieler Kommentatoren am Sinken begriffen. Laut Businessinsider etwa muss der «Mini-Steve» schnell herausfinden, warum es nach dem Sprachdienst Siri («eine Peinlichkeit») mit Apple Maps ein weiteres iOS-Feature nicht geschafft habe, die hohen Ansprüche zu erfüllen. Ansonsten, impliziert das Blatt, könne er seine CEO-Ambitionen begraben.

«Scott Forstall sollte für dieses Chaos gefeuert werden»

«Fortune» fragt unverblümt, ob Apple ein «Steve-Forstall-Problem» habe. «Die Qualitätskontrollen für Apple Maps sind furchtbar», zitiert das Blatt einen Experten, der folgert: «Um es ganz offen zu sagen, Scott Forstall sollte für dieses Chaos gefeuert werden.»

Die «New York Times» wiederum schreibt, dass Apple nach der Serie von Softwareflops wie Ping, Mobile Me, Siri und Apple Maps zu viele Schwächen zeige, was auf längere Sicht im Duell mit Google verheerende Auswirkungen haben könnte. «Ich wusste immer, wenn Apple verwundbar ist, dann bei den Internetservices», zitiert das renommierte Blatt den früheren Apple-Produktmanager Andrew Borovsky.

Jonathan Ive: Kein Freund von Forstall

Ob Forstall sich von der Kritik angesprochen fühlt, darf indes bezweifelt werden. Porträts aus früheren Jahren zeichnen zwar ein Bild eines hart arbeitenden Apple-Fanatics, der es aber geniesse, Lob einzuheimsen, während bei Fehlschlägen andere verantwortlich gemacht werden.

In einem grösseren Hintergrundbeitrag von Bloomberg Businessweek aus dem Jahr 2011 berichten einige ehemalige Apple-Manager, dass sie genau darum bei Apple den Bettel hingeschmissen hätten.

Legendär ist ferner die – auch von Bloomberg Businessweek – aufgegriffene Antipathie zwischen Jonathan Ive und Forstall. Chefdesigner Ive wie auch Hardware-Chef Bob Mansfield seien nur an Sitzungen mit Forstall zugegen, wenn auch Tim Cook diesen Meetings beiwohne.

Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

Nur registrierte Benutzer können kommentieren.

Kommentare

Das iPhone 5 sieht lila
Das iPhone 5 sieht lila
08 Oktober 2012, 0 Kommentare
iPhone-Schnappschützen klagen über einen Lila-Farbstich auf ihren Fotos. Apple bestätigt das Problem und rät den Fotografen, das Smartphone anders zu halten.
Ein iPad für Hobbits
Ein iPad für Hobbits
03 Oktober 2012, 0 Kommentare
Kaum ein Apple-Gerücht hält sich hartnäckiger als das geheimnisvolle iPad Mini. Nun soll ein Investor den Präsentationstermin verraten haben.
EU wirft Apple Täuschung vor
EU wirft Apple Täuschung vor
02 Oktober 2012, 0 Kommentare
Apple dreht übervorsichtigen Kunden seit Jahren teure Zusatzgarantien an. Ein Bombengeschäft, doch jetzt wird die EU aktiv - und auch in der Schweiz wird der Garantieschutz verbessert.
//  Home  //  Leben  //  Technik  //  Geschichte  //  Humor  //  Karikaturen  //  Kunst  //  Archiv  //  Kontakt Back to Top Back to top
footer-right
Copyright © egoBLOG.ch Datenschutzerklärung        Nutzungsbedingungen